Mittwoch, 17. Januar 2018

Kreativitätstipp: Nützlich machen

Es heißt immer, man müsse das Rad nicht neu erfinden. Das ist schon ein toller Spruch. 
Im Grunde genommen ist er absolut kreativitätsfeindlich. Sicher, das Rad ist eine super Erfindung. Trotzdem gefällt mir die Vorstellung, Autos und Fahrräder würden sich auf einer Art Magnetschwebefahrbahn durch München bewegen. Es gibt also durchaus Alternativen, die ein bisschen teuer und schwierig umzusetzen sind. Was ich damit sagen will: Wenn keiner darüber nachdenkt, ob und wie man ein Rad neu erfinden könnte, dann passiert es auch nicht. 

Wie findet man kreative Foto-Ideen?
Es gibt jede Menge Kreativtipps, die sich auch auf das Fotografieren anwenden lassen.  Besorgen Sie sich ein Notizbuch oder benutzen Sie den Sprachrekorder Ihres Smartphones, um alle Ideen zu notieren, die Ihnen spontan einfallen.

Der Tipp der Woche lautet:
Machen Sie aus etwas Ungenutztem etwas Nützliches für Ihre Fotografie.

















Was könnte das bedeuten?

Möglichkeit 1: Sammler
Manche Leute sammeln Briefmarken oder Schallplatten. Andere bringen aus jedem Land, das sie bereisen, ein Glas Sand mit. Wieder andere sammeln Stofftiere, Porzellan oder Blechdosen...
Machen Sie ein Fotoshooting mit Ihren Sammelobjekten. Wenn Sie danach zu dem Schluss kommen, dass diese Dinge wirklich unnütz für Sie sind, können Sie die Fotos gleich dazu verwenden, Ihre Sammlung bei eBay einzustellen.

Möglichkeit 2: Zubehör
In jedem Fotorucksack gibt es Zubehör, das nur sehr selten zum Einsatz kommt. Kramen Sie Ihre alten Kreativfilter hervor oder benutzen Sie den ND-Filter, den Sie zu Weihnachten geschenkt bekommen haben. Schauen Sie nach, ob die Batterien in Ihrem Blitzgerät noch okay sind, und benutzen Sie ihn bei dieser Gelegenheit für ein Experimentalbild. Wissen Sie noch, wie der Fernauslöser funktioniert, den Sie vor Jahren angeschafft haben? Wann haben Sie zuletzt mit dem Objektiv xyz fotografiert? Öffnen Sie Schränke, Schubladen und die Fototasche, und schauen Sie nach, was Sie alles haben. Belassen Sie es nicht dabei: benutzen Sie mindestens eines dieser Dinge innerhalb der nächsten acht Tage.

Möglichkeit 3: Tüftler und Techniker
Sie kennen sich mit Ihrer Kamera gut aus, aber da gibt es ein paar Funktionen, die Sie noch nie benutzt haben. Für irgendetwas müssen diese Einstellungen doch nützlich sein. Finden Sie heraus wofür und probieren Sie es aus. 

Möglichkeit 4: Analoge Relikte
Haben Sie noch irgendwo eine analoge Kamera herumliegen? Kaufen Sie sich einen Film dafür. Sicherheitshalber sollten Sie auch prüfen, ob Sie eine neue Batterie brauchen. Gehen Sie mit der alten Kamera fotografieren und lassen Sie sich von den Ergebnissen überraschen. 

Möglichkeit 5: Tools und Apps
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht: Auf meinem Computer haben sich im Lauf der Zeit viele kleine Programme angesammelt, die ich irgendwann einmal zum Testen heruntergeladen, und danach nie wieder benutzt habe. Ein kalter verrregneter Wintertag eignet sich hervorragend, um diese Tools oder Handy-Apps noch einmal auszuprobieren. Danach können Sie Ihren Rechner davon befreien oder Sie tauchen tiefer in die Bildbearbeitung ein.

Möglichkeit 6ff: Ihre Idee!
Was fällt Ihnen spontan ein, wenn Sie das Wort ungenutzt oder unbenutzt lesen? Wie könnten Sie es fotografisch sinnvoll nutzen? 
Machen Sie sich Notizen und entwickeln Sie Fotoprojekte aus Ihren eigenen Ideen.

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