Samstag, 28. Oktober 2017

Analoge Bilder digitalisieren

Erinnerungsfoto Prag 1993
Aufsichtsvorlage (9x13 cm) selbst gescannt
In einem Artikel vor zwei Jahren habe ich von meinem Plan berichtet, mein analoges Bildarchiv digitalisieren zu wollen. Bei den Foto-Abzügen war ich ganz erfolgreich. Dank moderner Multifunktionsgeräte lassen sich sogenannte Aufsichtsvorlagen relativ schnell und auch mal zwischendurch einscannen. Bei den Negativen und Dias waren die Hindernisse größer. Mit meinem Flachbettscanner hätten mich das Einlegen der Vorlagen und der Scan-Vorgang wochenlang beschäftigt - ein unmögliches Unterfangen.


Hilfe kam von einem Fotofreund, der mir einen speziellen Diascanner mit Magazin lieh, was die Abläufe deutlich beschleunigt hätte. Leider ließ sich das Gerät nicht dazu bewegen, mit den neueren Betriebssystemen meiner Computer zu kooperieren. Ich war genervt, weil ich mir nicht noch ein Gerät anschaffen wollte, und legte die Sache auf Wiedervorlage.  Mittlerweile bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit lieber anders verbringe, und deshalb auch bereit bin, ein paar Euro zu investieren. Ich werde meine Dias und Negative von einem professionellen Dienstleister digitalisieren lassen, aber in welcher Auflösung und von wem? 


Was bedeutet dpi?
Die Abkürzung „dpi“ steht für dots per inch. Sie gibt Auskunft darüber, wie viele Bildpunkte sich auf einem inch (2,54 cm) befinden. 

Ein mit nur 150dpi gescanntes 9x13 Foto
sieht online noch okay aus, eignet sich aber
nicht zum Ausdrucken in Originalgröße.
Ein Fotoabzug im Format 10x15 cm wird in der Regel mit einer Druckauflösung von 300dpi gescannt. Weil ein Dia oder Negativ weitaus kleiner ist als ein Fotoabzug braucht man jedoch eine höhere Scan-Auflösung, um es später in einem größeren Format ausdrucken zu können.

Welche dpi Anzahl wird bei der Digitalisierung benötigt?
Um ein Dia (24x36mm) im Format 10x15 cm auszudrucken, muss es mit einer Auflösung von 1200 dpi eingescannt werden. Für einen ansprechenden DIN A4-Ausdruck braucht man bereits 2500 dpi. Der spätere Verwendungszweck ist also entscheidend für die Scan-Auflösung. 



Will man die Bilder nur am Computer oder Tablet verwenden, sind hohe Auflösungen unnötig, manchmal auch kontraproduktiv. Da die Dateigröße pro Bild schnell auf 40 MB steigt, belegen 100 gescannte Fotos oder Dias bereits 4 GB auf der Festplatte. Auf einem Tablet oder Smartphone käme man schnell an die Kapazitätsgrenze.

Ein gewöhnlicher HD-Fernseher zeigt in der Regel nur 1920x1080 Bildpunkte an, was einer Auflösung von 2 Megapixel entspricht. Dafür reicht ein haushaltsüblicher Scanner mit 300dpi für die Digitalisierung von Dias aus. Für großformatige Ausdrucke oder für das Erstellen eines Fotobuchs braucht man deutlich mehr Auflösung, deshalb bieten viele Scanner und Digitalisierungsdienstleister hohe Scan-Auflösungen an, mitunter bis zu 7000 dpi.

Was gerne übersehen wird
Die Auflösung allein ist nicht das einzige Kriterium beim Digitalisieren analoger Schätze. Oft haben Dias nach langer Lagerzeit einen Rotstich oder weisen sogar einen leichten Pilzbefall auf, das heißt sie müssen bearbeitet werden. Nicht jeder hat das Knowhow, die Software und vor allem Lust und Zeit, die alten Bilder aufzupäppeln.

Wer diese Mühe scheut, wird sich nach einem Dienstleister sehnen, der ihm die Arbeit abnimmt. Hier lohnt sich also ein Blick auf die angebotenen Zusatzleistungen. 



Die Firma ScanCorner Deutschland digitalisiert  alle Dias oder Negative mit einer Auflösung von mindestens 3000dpi. Damit sind Ausdrucke bis zu DIN A3 (ca. 30 x 40 cm) problemlos möglich, und die Dateien eignen sich auch zum Erstellen von Fotobüchern. Interessant ist dabei, dass die Dateigröße die 4 MB nicht überschreitet, und somit ein gutes Verhältnis zwischen Datenmenge und verschiedenen Verwendungszwecken besteht.

Die so digitalisierten Bilder können problemlos auf dem TV-Gerät, Smartphone oder Tablet betrachtet werden. Im Vergleich zu anderen Anbietern wird bei ScanCorner Deutschland jedes Bild manuell von den Mitarbeitern nachbearbeitet. Jeder Rotstich und Pilzbefall wird von Hand beseitigt, zusätzlich wird auch der Kontrast angepasst. Um sich vom Ergebnis zu überzeugen, gibt es eine Online-Galerie mit der man die digitalen Bilder noch vor der Bezahlung überprüfen kann. 

Dieses Angebot hat mich neugierig gemacht, darum lasse ich gerade einige Aufnahmen von ScanCorner digitalisieren. Über das Ergebnis werde ich demnächst hier im Blog berichten.


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