Dienstag, 30. Dezember 2014

Winterliche Fotomotive: Schneeflocken und Silvesterfeuerwerk

Es dauert etwa fünfzehn Minuten, dann ist es schon wieder vorbei: Wer das Silvesterfeuerwerk fotografieren möchte, sollte sich schon einen Tag vorher mit den wichtigsten Kameraeinstellungen vertraut machen. In einem Artikel, den ich für myposter.de geschrieben habe, ist nachzulesen, worauf es ankommt. Den Link gibt's am Ende dieses Artikels.

Das Wetter spielt in der Silvesternacht eine sehr wichtige Rolle. Letztes Jahr war es in München sehr neblig, da habe ich die Kamera gleich in der warmen Stube gelassen. Heuer sieht es nach Schnee aus, das heißt geringe Sichtweite. Möglicherweise wird die Kamera nass oder es wirbeln Flocken auf die Linse. Das heißt: Nicht nur selbst warm einpacken, sondern auch die Kamera schützen.

Wem der ganze Stress mit Feuerwerk fotografieren zu groß ist, der kann den fallenden Schnee auch einfach mal anblitzen und auf diese Weise runde helle Lichtflecken im Foto erzeugen. Das sieht interessant aus, es funktioniert oft sogar mit der Vollautomatik. Wichtig ist dabei lediglich, dass der Blitz in der Dunkelheit auslöst (Blitz erzwingen) und dass der Autofokus einen Punkt findet, auf den er scharfstellen kann (Ersatzmotiv oder Vordergrundmotiv anfokussieren).









Ob und wie gut man die Lichteffekte sieht, hängt von zwei Faktoren ab:
1. Die Größe der fallenden Flocken
2. Die Entfernung Kamera - Flocken

Sind die Flocken sehr klein oder zu weit weg, werden sie vom Blitz nicht angestrahlt. Wenn man im Foto gar keinen Lichteffekt sieht, hilft die Blitzbelichtungskorrektur nach Plus. Dann gibt der Blitz mehr Helligkeit ab, was bei entfernten Motiven sinnvoll ist. Bei nahen Motiven bzw. bei Porträts im Schneetreiben ist ein zu heller Blitz kontraproduktiv. Er macht Gesichter zu hell und lässt extrem helle Flecken entstehen, wenn eine Flocke nah an der Kamera vorbei taumelt. Die Belichtungszeit von 1/60 s, die meist mit dem Blitz einher geht, passt. Längere Belichtungszeiten lassen die Flocken zu dünnen Streifen werden. Eventuell muss man ein bisschen ausprobieren, bis man die richtigen Einstellungen gefunden hat.

Ganz wichtig ist auch hier, dass man die Kameralinse trocken hält. Am besten eignet sich dazu die Streulicht/Gegenlichtblende. Wenn die Kamera keinen solchen Aufsatz hat, kann man sich ggf. selbst eine kleine Schutzvorrichtung aus Pappe oder Kunststoff basteln. Den sollte man aber unbedingt vorher testen: Der Schutz gegen Flocken darf nicht ins Bild hinein ragen oder gar den Blitz verdecken. Bei ungeschützter Kamera sollte man möglichst schnell fotografieren, die Kamera nicht zu weit oder zulange nach oben richten, und die Linse zwischendurch mit einem sauberen, fusselfreien Tuch abtupfen. Ein Filter (Skylight o.ä.) zum Schutz des Objektivs ist in diesem Fall sinnvoll.

Viel Spaß beim Experimentieren!
Und hier geht's zum Artikel Feuerwerk fotografieren.

Montag, 29. Dezember 2014

Lumix FZ1000 - Das Handbuch

Endlich ist es lieferbar...!
Wir haben uns alle mächtig angestrengt, um es vor Weihnachten noch in den Handel zu bekommen. Einen Tag vor Heiligabend kamen dann die Kisten vom Verlag und ich konnte mein erstes gedrucktes Exemplar durchblättern. Satte 351 Seiten, vollgepackt mit Informationen, Screenshots, Grafiken und Bildern. Die Zeit, die ich mit der Lumix FZ1000 zubringen durfte, war sehr intensiv. Diese Kamera hat mich so begeistert, dass ich sie gleich behalten habe. Sie ist seit Anfang Dezember um 50 EUR günstiger geworden. Wer da nicht zuschlägt, ist selber schuld. Sinkender Kamerapreis > Buch gleich dazu mitnehmen :-)



Bestellungen beim Verlag gehen genauso schnell wie bei Amazon. Die Lieferung nach Deutschland und Österreich ist natürlich auch beim Verlag versandkostenfrei.

Für eine ganz wichtige Sache war im Buch leider kein Platz mehr: Das Thema RAW-Dateien in Kombination mit Kameraeffekten (Kreativmodus). Dieses Rätsel hat mich während der Bucherstellung schwer beschäftigt. Zuerst war ich erstaunt, dass ich beim Durchblättern der RAW-Dateien skurrile Kameraeffekte entdeckte. Wie geht das? Eine RAW-Datei ist eine RAW-Datei!? Ja und nein: Am Kameramonitor der Lumix sieht man das RAW-Bild mit Effekt.

Erste Erkenntnis: Es ist erfrischend anders und ungewohnt, dass man RAW-Dateien mit Effekt speichern kann.

Zweite Erkenntnis: Leider wurde hier nicht zu Ende gedacht.

Öffnet man die Panasonic RAW-Datei mit dem Viewer, den der Hersteller mitliefert (PHOTOfunSTUDIO), kann man die Effekte des Kreativmodus sehen. Eine Exportfunktion für JPEGs gibt es in PHOTOfunSTUDIO nicht. Also wie zum Teufel bekommt man das JPG mit Effekt aus der RAW-Datei heraus, die diese Informationen definitiv enthält? In Photoshop oder Lightroom sind die Effekte weg, auch im RAW-Konverter von Panasonic (SILKYPIX Developer Studio) wird man nicht fündig (Stand Ende 2014).
Das Serviceteam von Panasonic erklärte auf Rückfrage, sie würden mal die Entwicklungsabteilung drauf schauen lassen. Vielleicht löst sich dieses Problem auf wundersame Weise beim nächsten Software-Update?

Wichtigste Erkenntnis: Man muss an der Kamera RAW+JPEG als Dateiformat einstellen, dann hat man beides: RAW-Datei ohne und JPG-Datei mit Effekt. Ich arbeite aber nun mal mit RAW, darum vergesse ich gelegentlich das Umstellen auf RAW+JPEG.
Wenn Ihnen das auch schon passiert ist: Für Windows-User habe ich einen ganz passablen Umweg gefunden, den ich Anfang Januar in einem eigenen Artikel beschreiben werde.

Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen & Lesern einen angenehmen Jahresausklang, eine wunderschöne Silvesternacht und einen guten Start ins Neue Jahr!

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Foto-Fernsehtipps für Weihnachtsmüde
















Frisch eingetroffen sind die Foto-Fernsehtipps für den Zeitraum 20.12.14 bis 16.1.15.

Nicht verpassen sollten wir den Beitrag über Internetlügen und Videofakes: "Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr mir Photoshop helfe". Beide Folgen laufen kurz hintereinander auf DMAX, zu einer wahrlich angenehmen Zeit, nämlich mitten in der Nacht. Deshalb: Festplattenrekorder programmieren! Um 2 Uhr 35 geht's los, die zweite Folge endet um 4 Uhr 40 .

Diesmal sind noch viele andere interessante Sachen dabei, u.a. eine Wiederholung der Dokumentation über Andreas Gurskys Arbeit oder ein Interview mit Gottfried Helnwein.

Einigen dürfte auch die Regensburger Fotografin Andrea Krallinger ein Begriff sein, die chronisch kranke Menschen portraitiert. Jeder hat das Recht schön zu sein, lautet der Titel der Dokumentation, die am 27.12. um 15:30 Uhr auf BR alpha ausgestrahlt wird. 
Hier geht's zum PDF mit allen Terminen.

Auch diesmal sind wieder einige Sendungen des Schweizer Fernsehens dabei, wer das nicht empfangen kann, findet Beiträge von Photo Suisse auch bei YouTube.

Wie immer: Vielen Dank an www.kunstlinks.de fürs Zusammenstellen der Informationen.