Freitag, 21. November 2014

Foto-Fernsehtipps bis Weihnachten


















Soeben eingetroffen sind die aktuellen Foto-Fernsehtipps.
Diesmal auch mit dabei zwei Hinweise auf Themen am Rande der Fotografie: Eine Zeitreise durch 100 Jahre Werbegeschichte in Deutschland sowie ein Beitrag über Internetlügen und Videofakes: Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit, so wahr mir Photoshop helfe...

Hier geht's zum PDF mit allen Terminen.
Wer kein Schweizer Fernsehen empfangen kann, findet übrigens viele Beiträge von Photo Suisse bei YouTube.

Wie immer: Vielen Dank an www.kunstlinks.de fürs Zusammenstellen der Informationen.

Donnerstag, 20. November 2014

Welcher Kameratyp bin ich?

Weihnachten naht unaufhaltsam, bei vielen steht vielleicht die Entscheidung an: Soll es mal wieder eine neue Kamera sein?

Jahrelang war ich der Ansicht, dass man nur mit einer Spiegelreflexkamera optimale Fotos machen kann. Als ich mir 2010 dann aus Neugierde eine Edelkompakte als Zweitkamera zulegte, stellte ich erstaunt fest, dass ich meine kleine G11 viel häufiger benutzte, als die großen EOS-Modelle. Ich fing an, zweigleisig zu fahren. Die Canon G15 konnte ich direkt mit der Nikon P7700 vergleichen und lernte, dass die Marke kein Kaufkriterium sein muss. Zwischendurch ließ ich mir auch zwei spiegellose Systemkameras kommen, wurde aber in der Praxis nicht warm damit. Ich weiß aber, dass viele davon hellauf begeistert sind. In diesem Jahr habe ich intensiv mit zwei verschiedenen Bridgekameras fotografiert und mir eine Lytro gekauft - all das hat meinen Horizont erneut erweitert. Und ja: Manchmal knipse ich sogar mit dem Handy. In +10 Jahren Digitalfotografie habe ich mit mehr als 15 Kameramodellen praktische Erfahrungen sammeln dürfen.


Dabei habe ich gelernt, dass man wirklich nicht jedes Update mitmachen muss. Je hochwertiger die Kamera, desto länger kann man sie benutzen. Gute Objektive sind bei Spiegelreflexmodellen immer noch die bessere Alternative, als die Frage ob man ein Gehäuse ersetzen sollte, das erst ein oder zwei Jahre alt ist. Nach drei oder vier Jahren kann aber man anfangen, sich diese Frage zu stellen, auch als Amateur. Wer sein Fotohobby intensiv betreibt, muss seine Geräte häufiger ersetzen als ein Gelegenheitsfotograf, und natürlich spielt auch der Kaufpreis eine wichtige Rolle.

Die technische Entwicklung rechtfertigt den Griff zu einem neueren Kameramodell oder zur Zweitkamera. Nach etwa fünf Jahren sehe ich eine absolute Schmerzgrenze: Die Sensoren werden besser, das kamerainterne Datenhandling auch. Eine Kamera ist heute eher ein Hochleistungscomputer und somit ähnlich schnellen Lebenszyklen unterworfen. Hinzu kommt die fortschreitende Miniaturisierung. Heute sind kleinere Kameramodelle interessanter als früher, aber das macht die Kaufentscheidung nicht leichter...

"Die eine" Kamera, die alles kann, gibt es bisher nur in meinem Roman. Jeder Fotograf hat andere Prioritäten. Darum ist es wichtig, sich erst einmal über die eigenen Ansprüche klar zu werden. Dazu zählt nicht nur die Frage, wie man es mit der Auflösung/Qualität und Bildschärfe hält, sondern auch, welche Motive man fotografiert und was anschließend mit den Bildern passiert. Diese Fragen hatte ich bereits im Artikel Welche Kamera ist die richtige für mich? beleuchtet.

Nun ist in Zusammenarbeit mit myposter.de ein Online-Fragebogen entstanden, den man bequem durchklicken kann. Bin ich eher ein Spiegelreflex-Typ oder bin ich eine Edelkompakte? Macht mich die spiegellose Systemkamera glücklich oder sollte ich lieber zu einer Bridge greifen?

Falls sich jemand in dem, was der Fragebogen am Ende ausspuckt, nicht wiederfindet, kann direkt zu den Artikeln wechseln. Darin sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kameratypen beschrieben. Feedback gerne an mich oder an das Team des myposter-Magazins:

Myposter.de Magazin - Kameraberatung

Eine Frage, die mich in diesem Zusammenhang ebenfalls beschäftigt, lautet: Was passiert eigentlich mit all den ausgemusterten Kameras? Liegen die in den Schubladen - so wie unsere alten Handys? Ich freue mich auf Rückmeldungen!


Mittwoch, 5. November 2014

Wenn du glaubst, es geht nichts mehr...















...dann solltest du noch lange nicht nach Hause gehen.

Nun blättere ich meinen im Oktober angehäuften Bilderberg durch und bin gerade wieder am Staunen. Eigentlich dachte ich bei diesem Motiv: Geht schon, aber es wird rauschen wie die Seuche. Ich hatte ja nur diese "Anfängerkamera" dabei, dieses Nicht-Profi-Superzoom-Teil. Keine Wechselobjektive, kein Stativ, nichts von all dem, was man so gemeinhin mitnehmen sollte, wenn man "richtig gute Bilder" machen will.

Ein Blick in die Exif-Daten: Nur ISO 500? Ja klar, das rauscht nicht sooo. Aber wie bitte? 1/6 s aus der Hand bei 90 mm Brennweite? Wie geht dem??

Ich bin nach wie vor ein Verfechter des Spruchs:
Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera. 

Trotzdem entwickeln sich diese Teufelsdinger in eine Richtung, die mich immer öfter sprachlos macht. Was interessiert mich also mein Gequatsche von gestern?

Wir werden in Zukunft weniger über Kameraeinstellungen sprechen müssen. Wenn selbst einfache, bezahlbare Kameras quasi per Vollautomatik das meiste richtig machen, können wir anfangen, über das zu reden, was wirklich wichtig ist: Ideen. Darauf freue ich mich schon sehr :-)