Mittwoch, 27. März 2013

Die weiteren Aussichten: Kreativität!?

Aus der Rubrik: Der blinde Fleck

Hätte ich gewusst, dass wir heuer so lange auf den Frühling warten müssen, dann hätte ich versucht, ein Buchprojekt über Studiofotografie an Land zu ziehen. Mieses Timing. Aber was hilft's? Jammern gehört eigentlich nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen, also Klappe halten und nachdenken. Wo und wie bekomme ich innerhalb von acht Tagen die noch fehlenden Motive vor die Linse meiner G15?

Es ist immer etwas Gutes an jedem Wetter.
Wenn es heute nicht gut für meine Arbeit ist,
dann ist es sicher gut für jemand anderen.
Charles Dickens

Besonders einfallsreich ist es nicht, einen bunten Regenschirm zu fotografieren. Immerhin ließ sich damit die Wirkung unterschiedlicher Farbstile in der Kamera austesten. Die Zeit ist knapp. Ein Last-Minute-Ticket Richtung Süden kommt nicht mehr in Frage. Also bleibt nur noch eine Möglichkeit: Kreative Ideen entwickeln. Aber funktioniert das auf Kommando?  

Du musst jetzt kreativ sein - und zwar SCHNELL.

Na super. Und wie mache ich das?
Fragen wir Onkel Google:

"Kreativität entsteht, wenn man sich in einer gewohnten Situation anders verhält als sonst."

Na gut. Mal sehen, was mir in den nächsten Tagen dazu einfällt...

"Statt sich herunterziehen zu lassen, sollten Sie trainieren, Aufgaben als Herausforderungen zu sehen."
 
Ich verstehe, warum manche Leute Psychologengequatsche hassen. Worte wie diese verwende ich auch gerne, wenn ich gut drauf bin. ABER ICH BIN EBEN JETZT GERADE  NICHT GUT DRAUF.

"Das Kreative wächst und gedeiht im Chaos besser als in starren Mustern und Regelwerken. (...) Ordnungsfanatiker können sich vornehmen, das Geschirr einfach mal stehen zu lassen und das Chaos auszuhalten."

Ich freu mich schon auf das Gesicht meines Mannes, wenn er nach Hause kommt....


Das wird bestimmt ein klasse Porträt-Shooting, oder ich mache ein "bewegtes Motiv mit Action-Modus und schneller Serienbildschaltung" daraus. So ein Hulk passt vielleicht auch noch fürs Kapitel "Tiere in freier Wildbahn". Testen könnte ich auch, ob die automatische Gesichtserkennung für grüne Hulks in schummrig beleuchteten Innenräumen funktioniert, und ob der Modus Smart Auto das richtige Symbol-Icon dazu einblendet... Sollte der Plan schief gehen, gibt es ja noch die Effektprogramme aus der Kamera. Oder wir ändern den Buchtitel: Fotografieren mit der rosa Wetterfröschin - Das ultimative Handbuch für alle Eventualitäten.

Winterdepression?
Es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels...
In diesem Sinne - Kreative Osterfeiertage! :-)

Dienstag, 26. März 2013

Ausstellungen in München

Das Wetter ist bescheiden - warum also nicht die Feiertage für einen Musesumsbesuch nutzen?

Im Haus der Kunst gibt es im Rahmen der Ausstellung "Aufstieg und Fall der Apartheid" über 600 Reportagefotos zu sehen (bis 26.5.). Weitere Infos hier.

Das Stadtmuseum bietet am Sonntag, 7.4.13 um 15 Uhr eine Führung durch die Sammlung "Deutschland in frühen Fotografien (1840-1890)" an.  Mehr...
Bei dieser Gelegenheit kann man sich auch gleich modemäßig inspirieren lassen:
"Geschmackssache - Mode der 1970er Jahre"

Wer ein bisschen über den Tellerrand schauen will, kann vom flämischen Maler Jan Brueghel d. Ältere in Sachen Bildgestaltung und Detailreichtum sicher eine Menge lernen. Zum Reinschnuppern eignet sich der Bericht von Cappriccio (20.3.) wohl am besten. Die Ausstellung in der Alten Pinakothek läuft bis zum 16.6.




Und wer frühzeitig planen möchte: am Freitag, den 26.4. findet die Vernissage des vhs Südost Arbeitskreis Fotografie statt - Thema: Mobiles Leben.  Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 12.5. im Wolf-Ferrari-Haus in Ottobrunn.

Soeben noch im elektronischen Postfach gelandet ist ein Veranstaltungshinweis für Ostern:

Freitag, 22. März 2013

Des Rätsels Lösung(en)

„Würdest du mir bitte sagen, wie ich von hier aus weitergehen soll?“
„Das hängt zum großen Teil davon ab, wohin du möchtest“, sagte die Katze. 

Lewis Carroll, Alice im Wunderland

Bild 1

Im Blog-Beitrag vom 28.2. hatte ich dieses Foto gezeigt und gefragt, wie es wohl entstanden sein könnte. Einige sind natürlich sofort auf die richtige Lösung gekommen: Es  wurde durch eine herzförmige Öffnung von drinnen nach draußen fotografiert. Es war allerdings kein Klohäusl, sondern der Blick aus einem Freilichtmuseum.

Durch die Dunkelheit im Raum entsteht der schwarze Rahmen, Belichtungsmessung und Autofokus der Kamera waren nach draußen ins Helle gerichtet. Dadurch ist nur der Außenbereich korrekt belichtet und die Wiese ist so scharf, dass man sogar noch einzelne Blumen erkennt. Der Herzrahmen wird diffus unscharf, weil er durch den weit nach hinten gelegten Fokuspunkt nicht mehr innerhalb der Schärfentiefezone liegt. Einfache Lösung, aber so ein Motiv ist nicht so trivial wie es auf den ersten Blick erscheint.

Mit der Belichtung und der Schärfe kann einiges schief gehen, vor allem wenn man sich auf die Kameraautomatik verlässt. Auch bei der Gestaltung muss man aufpassen. Hält man nur mit dem Automatikmodus drauf, dann passiert z.B. so etwas:


Bild 2
Ungünstiger Aufnahmewinkel:
Das Motiv im Rahmen ist
zu kontrastreich und zu unruhig.
In Bild 1 sorgt ein steilerer Aufnahmewinkel dafür, dass das Motiv innerhalb des Herzrahmens ruhiger ist: die Kontraste sind geringer, es entsteht keine ungewollte Überbelichtung. Auch die grafische Aufteilung der Linien und Farbflächen  ist kein Zufall.

Eine andere wichtige Entscheidung, die man nicht der Kamera überlassen sollte, besteht darin, wohin man den Fokuspunkt (Schärfe) setzt: Man kann den Fokus auf das entfernte Motiv draußen (Bild1), aber auch auf die Kante des Herzrahmens legen (Bilder 2-4). Um beide Teile des Motivs- Rahmen und Wiese - scharf zu bekommen, muss auf den Rahmen scharf gestellt und die Schärfentiefezone extrem weit nach hinten ausgedehnt werden. Ob das klappt, hängt nicht allein von der eingestellten Blende (f22 oder mehr) ab, sondern auch von der verwendeten Brennweite und den Abständen (Fotograf > Herz bzw. Herz > Wiese) . Hier war die Wiese vom Gebäude so weit entfernt, dass es keine fotografische Lösung für diese Aufgabenstellung gab. In Photoshop habe ich sie in Bild 3 simuliert. Empfehlenswert wäre diese Lösung nach meinem subjektiven Geschmack ohnehin nicht: Auf mich wirken solche Bilder eher künstlich.

Bild 3
Beides scharf?
Oft nur mit Photoshop!

Ein anderes fototechnisches Hindernis kann auftauchen, wenn die Belichtungsmessung (Helligkeit) mit dem Autofokusmessfeld (Schärfe) gekoppelt ist. Die an der Kamera eingestellte Belichtungsmessmethode kann in solchen Situationen für Abhilfe aber auch für Überraschungen sorgen. Im ungünstigsten Fall würde die Kamera die Innenwand des Raums korrekt belichten und den Inhalt des Herzrahmens überbelichten.


Fokus vorne, Belichtung hinten:
Ein Fall für die Spotmessung oder
für die Messwertspeicherung!

Um den Rahmen vorne scharf zu bekommen, muss der Autofokus den Rand des Herzrahmens erfassen. Die Belichtung soll aber so gemessen werden, dass die Wiese draussen korrekt belichtet wird - die Belichtungsmessung muss von der Entfernungsmessung entkoppelt werden. Hier greift entweder die Spotmessung, die (je nach Kameraeinstellung) in der Bildmitte misst, oder man benutzt die Taste Messwertspeicher (* bei Canon für das Speichern der Helligkeit) oder man greift zur AE-L/AF-L-Taste (Nikon). Die eingestellte Blende steuert dann noch den Unschärfeeffekt auf dem Hintergrundmotiv.

Für alle Fotomotive gibt es stets mehr als eine Lösung.
Die Frage ist, wie immer:
Was will ich haben, wie soll mein Foto aussehen?

Daraus ergibt sich dann der Einsatz verschiedener Kamerafunktionen. Wohl dem, der sie alle kennt und in allen Lebenslagen rasend schnell abrufen kann. Wenn der liebe Schatz nach einer Minute wieder fragt: "Wie lange dauert es denn noch, bis das Bild fertig ist??" lautet die Antwort: "Nicht so lange wie die Photoshop-Retusche danach."  ;-)

Mittwoch, 20. März 2013

Lichtspiele mit der Kamera

Ein Gastartikel von Melanie Ruf




Zeichnen mit Licht wirkt oft wie Zauberei...
Doch mit einigen Tricks und Tipps kann jeder zum Zauberer werden!

Als erstes benötigt man eine dunkle Location, am besten eignet sich hier ein dunkler Raum oder auch die nächtliche Finsternis.
Nun wird die Kamera auf ein Stativ befestigt. Falls das Objektiv einen Bildstabilisator besitzt, muss dieser nun unbedingt ausgeschaltet werden!
Am besten lassen sich solche Fotos zu zweit machen, denn zunächst müssen Sie die Kamera auf die andere Person scharfstellen, am besten hier noch mit dem Autofokus.
Wenn die Kamera kein Ziel feststellen kann, dann stellen Sie die Kamera gleich manuell auf die Person scharf. Hat der Autofokus funktioniert, dann muss die Kamera nämlich
jetzt auf manuell umgestellt werden. Bei der Belichtungszeit empfiehlt es sich, mindestens auf 8 Sekunden einzustellen. Während dieser Zeit bleibt die Blende offen
und jede Bewegung mit der Lampe wird festgehalten. So entstehen die tollen Lichtlinien.



Häufig hilft es auch, das Bild unterzubelichten, so kommen die Lichter noch mehr zur Geltung und der Hintergrund verschwindet im Schwarz. Stellen Sie den Blendenwert auf eine möglichst hohe Zahl, das bewirkt eine kleine Blendenöffnung (und im Modus M damit auch ein dunkleres Bild).

Und nun der letzte Schliff: Bei dieser Art von Fotos verlässt man sich am besten auf den Selbstauslöser, da trotz Stativ beim Herunterdrücken des Auslösers die Kamera minimal
bewegt wird. Das kann ein verwackeltes Bild zur Folge haben.

So einfach werden tolle Lichtspielfotos gemacht, also: Auf geht´s!




Melanie macht in dieser Woche ihr Schülerpraktikum bei mir und hat mich mit diesen tollen Lichtmalereien UND mit diesem Artikel richtig beeindruckt :-) (Jacqueline)

Mittwoch, 13. März 2013

Foto-Fernsehtipps für März und April 2013
















Hier kommen wieder die neuen Foto-TV-Tipps
für die Zeit vom 16.3. bis 13.4.13
Diesmal hat sogar RTL was im Programm, allerdings muss man dafür ziemlich lange wach bleiben - oder den Festplatten/Videorekorder rechtzeitig programmieren:

Dienstag, 19. März 2013 - 0.30 - 0.55 RTL

10 vor 11: Gerhard Richter: Bildermacher - 'Ich sollte mich nicht mehr Maler, sondern Bildermacher nennen'
Reihe, Deutschland, 2013
Für einen Tag gestaltete der Künstler Gerhard Richter die komplette Ausgabe der deutschen Tageszeitung 'Die Welt' mit Fotos aus seiner Werkstatt. (...)

Hier geht's zum Download mit allen Fernsehterminen.

Vielen Dank an www.kunstlinks.de und insbesondere an Hermann Ludwig (Kunstlehrer am Viscardi-Gymnasium, Fürstenfeldbruck), der auch diesmal die interessanten Termine recherchiert hat.

Dienstag, 12. März 2013

Munich in Motion

Ein Fotoclub-Kollege hat mir den Link zu diesem Video geschickt, das wirklich beeindruckend ist. Es besteht aus 25,000 Fotos, die der Fotograf Greg Kiss zwischen September 2012 und dem ersten Januar 2013 mit einer Canon 1DX aufgenommen hat; drei Szenen stammen aus einer anderen Kamera. Etwa 150 Arbeitsstunden stecken in der Erstellung dieses Timelapse (=Zeitraffer)-Videos. 


MUNICH IN MOTION from Greg Kiss on Vimeo.

Wer erfahren möchte, wie man so etwas macht, findet Video-Tutorials - z.B. dieses hier bei Youtube (ca. 15 Minuten). 

Freitag, 8. März 2013

Fachchinesisch - Durchblicker-Lehrgang (1)

Fotografieren ist ein wunderschönes Hobby und: Ja, es ist auch ein faszinierender Beruf. Was die Beschäftigung mit der Fotografie so besonders macht, ist ... nein, nicht etwa die Fotos.

Bildinhalte? Och ne.
Bildaussage? Uaah!!!
Licht? Pure Esoterik.
Bildgestaltung? Für Weicheier.
Nichts von all dem.
Liebe Leute: Es ist die TECHNIK, die uns das Leben versüßt.


Wer das Kürzel nicht ehrt, 

dem bleibt der fotografische Erfolg verwehrt.

Was die moderne Digitalfotografie so besonders macht, ist die Tatsache, dass man niemals auslernt. Was waren das noch für Zeiten, als eine Kamera-Bedienungsanleitung mit zwanzig kleinen Seiten auskam! Heute haben wir Supercomputer und die Fotoindustrie erfreut uns mit all diesen neuen "Features". In den letzten Monaten hatte ich nicht die Muße, die vielen Fachzeitschriften zu lesen, die mir der Postbote unermüdlich in den Briefkasten steckt. Gestern war das anders: ich musste lange warten, denn es dauert immer eine Weile, bis die Haare wieder so richtig schön blond glänzen. Und während ich mit meinen Aluminiumsträhnchen auf dem Kopf unter der Wärmehaube hockte, stolperte ich über eine Abkürzung, die ich noch nicht kannte: DSLM. Ah... Äh? Nirgends entdeckte ich im Text eine Erläuterung, woraus sich diese kryptische Bezeichnung herleitet, aber immerhin gelang es mir aus dem Kontext zu erschließen, dass es sich wohl um die Bezeichnung für spiegellose Systemkameras handelt - Dsslmmm - De-essel-emm. Da hab ich wohl zwischenzeitlich nicht aufgepasst.

Die Fachwelt hat sich also auf ein Kürzel geeinigt und wir lernen einen neuen Begriff, den man in Zukunft als gängiges Fotowissen voraussetzen darf. Das ist genial, denn erstens verbiegt man sich beim Tippen nicht mehr die Finger und man spart 22 Zeichen. Das kommt nicht nur schreibfaulen Menschen entgegen, es spart auch eine Menge Platz, wenn man in einem Artikel oder auf einer Buchseite nur soundsoviel Zeichen unterbringen kann. Ein Hoch auf die Informationsdichte. Die gibt es natürlich nicht nur im Bereich der Fotografie. Moderne Kommunikation ist schnell, wir haben ja alle keine Zeit zu verschenken. Da ist es schon fein, dass wir uns mit LG verabschieden, DSDS gucken und mit WYSIWYG-Editoren arbeiten dürfen. So ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn Kundenanfragen so aussehen: 

"Es geht um WW/UWW. Ich habe eine 7D und mir fehlt gerade was unten rum. Perspektivisch (1-2 Jahre) wechsel ich auf VF. Jetzt fällt mir die Entscheidung schwer..."

Ob man sich nun ein Objektiv mit STM-Technologie kaufen soll, ob es ein USM sein muss, ob ein IS nötig wäre, oder ob man für die 650D ein EF oder EF-S braucht... Fragen über Fragen. Worum ging es eigentlich noch? Fotografieren? Ach so.

QUAL steht wohl für "Qual der Wahl"

Um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen:

DSLM = Digital Single Lens Mirrorless
(= digitale spiegellose Systemkamera)

im Gegensatz zu 


DSLR
= Digital Single Lens Reflex
(= digitale Spiegelreflexkamera)


WW = Weitwinkel
UWW = Ultraweitwinkel
7D, 650D = Canon Kameratyp-Bezeichnungen
VF = Vollformat (Sensor mit den Abmessungen 24x36 mm)
STM-Technologie = Stepper-Motor-Technologie, die eine automatische kontinuierliche Scharfstellung im Moviemodus (=Videos drehen) erlaubt

Und wer sich für ein neues Objektiv interessiert:


Natürlich erhebt dieser Beitrag keinen Anspruch auf Vollständigkeit... Im Zweifelsfall hilft Onkel Goooogle weiter. Ich danke Wikipedia, digitalkamera.de und allen Redaktionen sowie freien Autoren, die ihr Wissen im wilden weiten weltnetz teilen, und auch mir immer wieder bei der Klärung diverser Unklarheiten behilflich sind!

War sonst noch was? Ach so, ich habe heute mal wieder ein Foto gemacht...


Dienstag, 5. März 2013

Daumenkinographie

Auf Volker Gerlings Arbeiten bin ich durch die Sendung "Gernstl unterwegs" aufmerksam geworden. In dieser schon etwas älteren Serie reist ein BR-Journalist mit seinem Team durch die Lande und interviewt unterwegs spontan Menschen, die auf irgendeine Weise auffällig, kurios oder interessant sind.

"Bilder lernen laufen, indem man sie herumträgt"

Volker Gerling kommt ursprünglich aus dem Filmgenre (Regie und Kamerastudium), er lebt und arbeitet derzeit in Berlin. Die Schnittstelle zwischen Fotografie und Film entdeckte er im Jahr 1998. Wenn er fotografiert, belichtet er einen kompletten 36er-Schwarzweißfilm mit Serienbildschaltung in einem Rutsch durch und fertigt aus der Bildserie ein Daumenkino an. Bepackt mit einer Reihe dieser "Daumenkinographien" geht er gelegentlich auf Wanderschaft, zu Fuß, ohne Geld, quer durch Deutschland. Wer ihm unterwegs begegnet, kann sich die Werke anschauen - gegen eine freiwillige Spende.

Wer das Zusammentreffen nicht vom Zufall abhängig machen will: Volker Gerling macht inzwischen auch Vortragsreisen. Am Samstag, 23.3.13 ist er in München und erzählt im Marstallcafé (Residenz) von seinen Reisen und seiner Arbeit. Weitere Termine gibt es in Dresden (13.3., 6.4.) und im Mai ist er in der Schweiz.


Ein Besuch der Webseite lohnt sich ebenfalls. Wer das geniale Analog-Gefühl und die Faszination der Bildserien beim Durchblättern selbst erleben will, kann sich die hochwertigen Daumenkinographien auch nach Hause kommen lassen, oder das das fotophilosophische Buch "Der Mantel der Eigenzeit" (15,- EUR) online bestellen.

In Zeiten der digitalen Bildüberflutung sind die Daumenkinographien eine wunderschöne Inspiration und vielleicht auch ein Aufruf zur "Entschleunigung"...