Mittwoch, 26. Oktober 2011

TV-Tipps Fotografie, November 2011


Es ist wieder so weit: frisch eingetroffen sind die Fernsehtipps für Fotobegeisterte, wie immer ein Exzerpt aus den Kunstlinks-Fernsehtipps von www.kunstlinks.de

Ganz besonders spannend und daher auch rot markiert (Empfehlung der Redaktion) ist diesmal eine fünfteilige Sendereihe auf arte, die unter dem Titel Photo for Life steht, und am Montag, den 21.11. startet.

Fünf Abende lang, jeweils zur besten Sendezeit zwischen 19:30 und 20:15 Uhr gibt es so etwas wie "Wir suchen den Superfotografen", also ein Format, das ein wenig an "Deutschland sucht das Supermodel" oder "DSDS" erinnert. Immerhin bietet der Sender arte eine gewisse Garantie dafür, dass es keine total platte Nummer wird. Der Starfotograf Oliviero Toscani (das war der, der die blutverschmierten T-Shirts für Benetton fotografiert hatte), macht eine fünftägige Masterclass für sechs Nachwuchsfotografen. Es gibt Gespräche über richtige und falsche Fotos, und die Teilnehmer müssen jeden Tag zu einem anderen Thema fotografieren:

Montag: Aktfotografie
Dienstag: Fotoreportage
Mittwoch: Porträt
Donnerstag: Werbefotografie
Freitag: Kunst - Fotos ohne Zweck

Also wenn das nicht interessant ist...???  Ausführlichere Infos zu den Sendungen und noch einige mehr wie immer in der Fernsehliste.

Hier geht's zur PDF-Datei.

Montag, 24. Oktober 2011

Fotoclub - ja oder nein?

Es liest sich fast wie ein Märchen: Als ich zum ersten Mal an einem Fotoclub-Abend teilnahm, gab es noch keine Digitalkameras und niemand besaß ein Mobiltelefon. Wer einen eigenen PC zu Hause hatte (Festplattenkapazität 40 MB) war extrem fortschrittlich. Die Kollegen hatten meist um 16 oder 17 Uhr Feierabend, manche mussten bis 18 Uhr arbeiten, aber dann ging es los. Man schaute sich Dias an, oder mitgebrachte Papier-Abzüge. In der clubeigenen Dunkelkammer konnte man Filme und Bilder entwickeln, und es gab immer wieder interessante Vorträge, Kurse und Veranstaltungen.

Heute hat der Beamer den Diaprojektor verdrängt, und die Zahl der Dunkelkammernutzer geht gegen Null. Die Terminkalender der Clubmitglieder sind proppevoll. Schwierig ist es geworden, zehn Leute zur gleichen Zeit an den gleichen Ort zu bekommen. Stattdessen sind die meisten stets mobil vernetzt, tauschen kryptische Informationen per SMS aus, oder kommunizieren via fotocommunity oder facebook. 

Ist der Fotoclub ein Auslaufmodell?
Ich würde sagen Nein.
Die meisten Fotoclubs sind heute im Internet präsent. Der Wechsel zur digitalen Fotografie, die vor zehn Jahren noch für große Diskussionen sorgte, ist inzwischen vollzogen. Anstelle der Dunkelkammer (oder als Ergänzung) gibt es einen PC und Photoshop-Kurse. Einige Clubs verfügen über eine umfangreiche Studio-Ausstattung, die man als Mitglied kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr für eigene Shootings nutzen kann.
Bildbesprechungen und interne Wettbewerbe sind absolut wertvoll, um die eigenen Bildergebnisse realistisch einzuschätzen. Beim gemeinsamen Fotografieren kann man sich von den erfahrenen Fotografen Tipps holen, und sich gegenseitig inspirieren. Und nicht zuletzt gibt es in den meisten Clubs auch eine Jahresausstellung der besten Bilder oder gar einen gemeinsamen Foto-Kalender wie diesen hier:

 

Wer fotografieren lernen will, muss "dran bleiben". 
Auch wenn einige Kursanbieter in ihren Werbetexten glauben machen wollen, dass man als Einsteiger nach einem vierstündigen Crashkurs fotografieren kann: es ist allein die Erfahrung, die aus einem guten einen sehr guten Fotografen macht. Und so leid es mir tut: Erfahrungen kann jede(r) nur selber machen. Es ist wie beim Autofahren: Wer nie fährt, bleibt immer unsicher.

Also: man sollte regelmäßig fotografieren, man braucht aber auch Feedback zu den eigenen Bildern. Alleine ist das oft schwer, besser geht es in einer Gruppe von Gleichgesinnten. Natürlich muss die Chemie stimmen, wenn man sich von Angesicht zu Angesicht trifft, und dann auch noch über die heiß geliebten Bilder diskutiert. Dass der Wunsch zum persönlichen Austausch groß ist, lässt sich daran ablesen, dass es regelmäßige fotocommunity-Stammtische gibt. Auch die noch junge Gruppe PHOTOWALKINGMUNICH, die sich überwiegend über flickr und facebook organisiert, trifft sich am 5. November zum Ersten offenen Stammtisch mit Bildbesprechung.

Auch die "historisch gewachsenen" Fotoclubs haben im Digitalzeitalter klare Vorteile: häufig gibt es eigene Clubräume. Von den Mitgliedsbeiträgen werden oft Geräte zur gemeinsamen Nutzung angeschafft: Studioausstattung, PC, Software, Beamer oder 3D-Kameras, die man sich selbst vielleicht nicht zulegen würde, aber auf diesem Weg einmal ausleihen und ausprobieren kann. Viele Vereine organisieren zudem für ihre Mitglieder Workshops mit internen und externen Dozenten. Manchmal ist es auch möglich, bei der Jurierung der internen Fotowettbewerbe anwesend zu sein. Alles in allem würde ich also sagen: Daumen hoch für den Fotoclub.
Wenn du keinen findest, der dir gefällt, dann gründe deinen eigenen. Denk aber daran, dass das Organisieren auch Arbeit mit sich bringt. Und du wolltest ja eigentlich fotografieren, nicht organisieren...

Fotoclubs in deiner Stadt findest du am besten über Google, denn nicht alle sind im Deutschen Verband für Fotografie (DVF) organisiert. Hier geht's zur Übersicht für Bayern.

Kommentare erwünscht!
Was ist deine Meinung zu Fotoclubs, Fotostammtischen oder offenen Fotogruppen?
Welche Erfahrungen hast du gesammelt?

(Beiträge werden im Laufe des nächsten Tages freigeschaltet)

Fotofreunde Glonn stellen aus

Die Fotofreunde Glonn - Forum für zeitgenössische Fotografie e.V. laden zu Ihrer Jahresausstellung 2011 ein.

Vernissage: Fr. 28.10.11, 19:30 Uhr

Ausstellung:
Sa. 29.10.11   14-18 Uhr
So. 30.10.11   10-18 Uhr
Sa. 05.11.11   14-18 Uhr
So. 06.11.11   10-18 Uhr

Galerie Klosterschule
Klosterweg 7, 85625 Glonn

www.fotofreundeglonn.de

Freitag, 21. Oktober 2011

AIRfolgstour


Viel zu sehen und zu erleben gab es gestern bei der Preisverleihung des Fotowettbewerbs der “Airfolgs Region Erding-Freising”.

Die erste Runde dieses Regionalwettbewerbs ist gelaufen, aber es folgen zwei weitere, bei denen es sich wieder lohnt mitzumachen. Grund genug, sich schon einmal auf den Seiten der AirfolgsRegion Erding Freising umzusehen. Der beste Einstieg ist ein Blick auf die Siegerbilder, die gestern von den vier Juroren (Stephanie Vogel, Paul Byron, Detlev Motz und Jacqueline Esen) kommentiert wurden.

Wer die Originale anschauen möchte, und darüber hinaus weitere Fotos aus dem Wettbewerb sehen will, kann dies bis zum Ende des Jahres tun. Die Ausstellung befindet sich im Besucherzentrum des Flughafens München (unmittelbar
unter dem Besucherhügel).

Öffnungszeiten ab November täglich von 9:30 bis 17 Uhr

Einen sehr schönen und ausführlichen Bericht zur Preisverleihung gibt es im Blog von Detlev Motz, dem ich mich an dieser Stelle einfach nur anschließen möchte ("dito!")

Sobald der neue Wettbewerb startet, gibt es hier natürlich weitere Informationen.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung

Wie im Artikel AIRfolg beim Wettbewerb angekündigt, steht nun die Preisverleihung an. Die Wettbewerbsfotos werden in einer Ausstellung gezeigt, außerdem freuen wir uns natürlich auf das fertige Produkt, den AirfolgsRegionKalender.

Wann: Donnerstag den 20.10.2011 um 18 Uhr
Wo: Besucherzentrum des Münchner Flughafens

Warum ist es interessant hin zu gehen?
Die besten 12 Bilder werden in einer Powerpoint-Präsentation jeweils einzeln vorgestellt. Die Fotos werden von jeweils einem Juror kurz kommentiert. Dabei wird auch erklärt, warum das Bild ausgewählt wurde.

Anfahrt:
S-Bahn Flughafen > Besucherpark
oder mit dem PkW siehe Anfahrtplan zum Besucherzentrum auf den Seiten des Münchner Flughafens (www.munich-airport.de)

Samstag, 8. Oktober 2011

Jahresausstellung des Fotoclubs Ottobrunn-Neubiberg

Klick aufs Bild für große Ansicht

Lohnt sich jedes Jahr: Wer Gelegenheit hat, im Wolf-Ferrari-Haus vorbei zu schauen, kann sich von den eindrucksvollen Fotos inspirieren lassen.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Immerdrauf - die Filterfrage


Im September hatte ich bei facebook eine kleine Umfrage gestartet. Ich wollte von allen Fotografen, die mit einer DSLR (Digitalen Spiegelreflexkamera) fotografieren wissen, wie sie es denn mit den so genannten "Immerdrauf-Filtern" halten. Für diese Umfrage gab es mehrere konkrete Anlässe:
  1. Viele Neu-Einsteiger und Umsteiger, die zum ersten Mal eine DSLR kaufen oder benutzen, sind sich unsicher, ob sie Filter kaufen sollen - und wenn ja: welche?
  2. Manche Kamerabesitzer benutzen ein Polfilter als "Immerdrauf"
  3. Selbst unter eingeschworenen Fotografen gibt es unterschiedliche Meinungen darüber, ob man bestimmte Filter immer drauf haben sollte oder eben nicht.
Das Ergebnis meiner Umfrage sieht aktuell so aus:

Hinter den Kulissen gab es zwischendurch noch den einen oder anderen Erfahrungsaustausch. Anschließend machte ich mich daran, einen Artikel über Sinn und Nutzen von verschiedenen Filtern zu schreiben. Der erste Tenor: die UVs und Skylights braucht es ja nun wirklich nicht mehr.
Fein, weg damit, Geld gespart.

Tja. Und dann kam unser Foto-Zehnkampf. Und ich kehrte mit einer total versauten Linse heim. Die Münchner kennen den Übeltäter: am Stachusbrunnen kann man tolle Fotos machen, aber wehe wenn der Wind den Sprühnebel in Richtung Fotograf treibt.

Autsch!

Natürlich merkte ich vor Ort, was da passierte. Aber es war zu spät. Da hatte ich den feinen Wasserfilm schon auf dem Objektiv und wollte ihn weg wischen. Pustekuchen. Die Tröpfchen waren von allein schneller getrocknet als mir lieb war, und sie hinterließen ein fantastisches Muster, offenbar kleinste Kalkspuren. Kein Problem, ich konnte das Objektiv zu Hause reinigen. Aber es hat eine Weile gedauert, bis die Spuren beseitigt waren. Wenn ich in dieser Situation ein Skylight-Filter drauf gehabt hätte, hätte ich es abschrauben und den Rest des sonnigen Nachmittags mit einem sauberen Objektiv weiter fotografieren können. Beim Motiv "Stachusbrunnen" nebst Sprühnebel wäre auch der Qualitätsunterschied zwischen Bildern "mit" und "ohne" Filter kaum im Foto sichtbar gewesen.

Und die Moral von der Geschicht'? 
Es gibt für mich kein klares Nein zum Schutzfilter, ich würde die Skylight/UV-Filter aber auch nicht ständig drauf lassen wollen. Das klassische Dilemma.

Das Problem in der Praxis ist, dass ein Schutzfilter in den wenigen Situationen, in denen man es wirklich braucht, nur dann zuverlässig schützt, wenn man es tatsächlich drauf = immerdrauf hat. Muss man erst in der Fototasche kramen und es draufschrauben, dann bleibt es in 80% aller Fälle in der Fototasche.

Mein Fazit: 
Ich weiß jetzt, dass ich mein fast ausrangiertes Skylight nächstes Mal bei himmlischem Sprühregen, am Stachusbrunnen oder unter isländischen Wasserfällen auf dem Objektiv haben werde. Die Reinigungsutensilien sind dann natürlich auch wieder mit dabei.

Das und noch einiges mehr zu Polfiltern, Gegenlichtblenden, Grau/ND- und Verlaufsfiltern sowie zur Objektivreinigung gibt es im Artikel bei akademie.de


Dienstag, 4. Oktober 2011

Den richtigen Riecher

Der erste Foto-Zehnkampf liegt hinter uns. Eine kleine, aber wackere Gruppe hat sich am gestrigen Feiertag den zehn Aufgaben gestellt. Bei fantastischem Wetter ging es auf Motivjagd in der Münchner Fußgängerzone. Nun haben die Juroren das Wort. Wir sind alle gespannt auf das Ergebnis!