Donnerstag, 30. Dezember 2010

TV-Tipps Fotografie, Januar 2011

Auch im Januar gibt es wieder viele interessante Fernsehsendungen:
wohl dem, der via Satellit alle Kanäle empfangen kann!

3 Seiten PDF

Wie immer handelt es sich um einen Auszug aus den Kunstlink-Fernsehtipps.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Achtung Schnee!!!

Fotomotive im Schnee sind nicht nur toll, wenn die Sonne scheint. Auch bei trübem, grauem Wetter lassen sich interessante Motive finden. Jetzt kommt es auf den fotografischen Blick an: damit Gegenstände auf einer eintönigen weißen Fläche nicht langweilig aussehen, ist es wichtig, sie innerhalb des Bildrahmens optimal zu positionieren. Der Goldene Schnitt bzw. die Drittel-Regel ist dabei eine gute, aber nicht die einzige Möglichkeit. Platziert man das Motiv ausserhalb der Mitte, wirkt es ansprechender, dynamischer. Durch eine Platzierung in der Bildmitte wirkt das Foto ruhig und statisch.

Damit das Motiv nicht zum "Suchbild" wird, lieber etwas näher ran gehen. Dabei ist bei den Kompaktkameras oft schon der Makro-Modus nötig. Bei anderen Kameras (Spiegelreflex, EVIL) kann man dem Motiv ohne Makro-Objektiv nicht so nahe rücken. Alternative: Tele benutzen und aus größerer Entfernung fotografieren. Geht beides nicht: ggf. später am PC beschneiden. In so einem Fall ist die maximale Bildauflösung, die eine Kamera liefern kann, absolutes Muss.

Damit der Schnee im Foto nicht dunkel abgebildet wird: Bei Kompakten bietet sich das Motivprogramm für Schnee/Strand an, es geht aber auch hier mit der Belichtungskorrektur (Plus/Minus-Taste). Regler nach Plus -> macht das Bild heller und den Schnee weißer.
Vor jeder neuen Aufnahme prüfen, ob die Belichtungskorrektur für die nächste Situation noch passt. Die Kamera merkt sich diese Einstellung, auch wenn man sie ausschaltet.

Und wenn die Sonne scheint: an den Blitz denken, der hellt Schattenbereiche des Motivs auf, und ist v.a. bei Porträts sehr nützlich.

Unbedingt empfehlenswert

sind die aktuellen Ausstellungen im Stadtmuseum München:

10.12.2010 bis 10.04.2011

Herlinde Koelbl - Mein Blick
Eine Werkschau 1976-2010
bis 27.02.2011

Roger Ballen - Fotografien 1969-2009
bis 9.01.2011

Hanns Otte - Traumwelt Alltag
Forum 022 der Sammlung Fotografie

Im Kunstfoyer der Versicherungskammer Bayern im Lehel findet noch bis zum 23.1.2011 die Ausstellung “DIE STADT” der Agentur Ostkreuz statt. Porträt einer Stadt, die alle Städte in sich vereint. 17 Fotoreportagen.

Wo: Maximilianstraße 53, 80530 München, U-Bahn-Station Lehel (U4/U5)


In der Pinakothek der Moderne gibt es bis zum 27.2.2011 etwas für Freunde hochkarätiger Low Key Fotografie: Black in the Dark von Hubertus Hamm

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Von 0 auf 100...

Fotografieren lernt man nicht über Nacht, aber... manchmal geht es ganz schnell mit der ersten Veröffentlichung. Richtig gefreut habe ich mich, dass das Hausaufgabenfoto einer vhs-Kursteilnehmerin gleich zwei Tage später im Landkreisteil des Münchner Merkurs abgedruckt wurde:


Glückwunsch und Kompliment: Toll mitgezogen!

Wie man das macht, ist übrigens auch im "Rezeptebuch" auf Seite 37 oder im Großen Fotokurs auf Seite 264 beschrieben.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Die Fabrik lebt! verlängert bis 12.12.10


Was für eine fantastische Ausstellung!
Wir waren am 27.11. zur Vernissage in Babensham, wo Anke Merzbach und Markus Oettl in diesen Tagen 3.000 qm Ausstellungsfläche mit ihren Werken füllen!

Wasserburg ist immer eine Reise wert, und gerade jetzt, wo die bayerische Voralpenlandschaft tief verschneit in winterlichem Weiß versinkt, finden sich auch viele schöne Fotomotive in der Stadt und drumherum. Also nix wie rein ins Auto und einen Wochenendausflug machen! Es lohnt sich! Nehmt Geld mit und kauft Bilder, denn eins ist klar: das sind Investitionsobjekte. Es ist nicht die Frage OB sondern WANN die Künstler entdeckt werden. Und dann beisst ihr euch in den Hintern. Wenn Merzbach/Oettl erst in namhaften Kunstgalerien hängen, wird's richtig teuer!

Alte Fabrik
Raiffeisenstr. 2o
83547 Babensham

geöffnet von 16-20 Uhr
auf Wunsch auch länger/zu anderen Zeiten

Info www.ankemerzbach.de
fon 08071/5971171

Ausstellung verpasst?
Hier gibt es einen Artikel und ein wirklich sehenswertes Video

Wie viel Technik braucht ein Bild?

Der Fotograf macht das Bild, nicht die Kamera. Diesen Satz würde ich nach wie vor so stehen lassen, wenn es um die Gestaltung eines Bildes geht. Was die technische Umsetzung angeht, da sieht es etwas anders aus. Die Kamera, die ein Fotograf benutzt, spielt in vielen Fällen auch eine entscheidende Rolle.

Da ich mich nun ans nächste Buchprojekt mache, habe ich mir die Aufgabe gestellt, bestimmte Fotosituationen mit verschiedenen Kameratypen einzufangen. Die Techniker werden sich jetzt die Hände reiben, denn es kommen zwei ungleiche Kontrahenten zum Einsatz: in diesem Fall die Canon Powershot A460 (Kompaktmodell, ca. 100 EUR) und die schon etwas in die Jahre gekommene Canon EOS 5D (Spiegelreflexkamera mit Vollformatsensor, Gehäusepreis aktuell/gebraucht immer noch 1.300,- EUR mit einem Sigma 28-70 / 2,8 Objektiv, Kaufpreis 2008 ca. 320 EUR).



Die Beweisfotos sprechen eine deutliche Sprache. Links jeweils das Foto mit der Kompakten, rechts das gleiche Motiv fotografiert mit der großen Schwester aus dem gleichen Haus. Diese Fotos sind schärfer, klarer, besser belichtet. Der große Sensor in der 5D bringt bei schwachen Lichtverhältnissen eindeutig bessere Bilder, und das ist keine Überraschung.

Warum ist das so?
Der Sensor einer Kompaktkamera (oder eines Foto-Handy) ist viel kleiner, dadurch "rauschen" die Fotos viel stärker. Obwohl die A460 eigentlich bis ISO 800 fotografieren könnte, entscheidet sich die ISO-Automatik wohl wissend dafür, bei ISO 200 Schluss zu machen. Dadurch verlängert sich die Verschlusszeit, das Foto verwackelt und/oder die Bewegungen von Passanten lassen sie im Bild verwischt und unscharf erscheinen. Man könnte nun von Hand auf ISO 800 erhöhen, hätte aber trotzdem kein schärferes oder klareres Bild, bedingt durch das stärkere Rauschen.

Die 5D, bei diesen Aufnahmen auf ISO 800 begrenzt (sie könnte bis ISO 3200), bietet kürzere Verschlusszeiten und damit auch mehr Schärfe. Hinzu kommt die bessere Optik, und eine rauschärmere Umsetzung bei höhren ISO-Einstellungen.

Ein anderer wichtiger Faktor für das Bildergebnis ist die Belichtungsmessung. Die kann bei der großen Spiegelreflexkamera unterschiedlich eingestellt werden (Spot oder Mehrfeldmessung). Dadurch lässt sich viel genauer regulieren, wo und wie gemessen werden soll: eher auf die Lichter oder über das gesamte Bildfeld. Bei der Powershot gibt es diese Einstellmöglichkeit nicht, sie hat nur einen zentralen Autofokus in der Bildmitte - die Lichter überstrahlen. Die Helligkeit des Bildes kann man zwar mit der Plus/Minus-Korrektur noch ein Stück weit hin biegen, aber die Ergebnisse überzeugen nicht wirklich, vor allem wenn die Motive so kontrastreich sind wie hier. Etwas besser schneidet die kleine Kamera ab, wenn man ein hell und gleichmäßig beleuchtetes Schaufenster fotografiert.

Fazit: Es muss keine teure 5D sein, aber die Größe des Sensors (und die Menge der darauf untergebrachten Pixel) sind entscheidend dafür, ob Fotos in solchen Situationen Freude machen oder nicht. Deshalb lautet die Devise: wer häufiger bei schlechten Lichtverhältnissen fotografiert, kommt mit einer billigen Kompaktkamera leider nicht weiter. Aber zur Ehrenrettung der A460 sei auf den Foto-Blog verwiesen. Hier zeigt sich nämlich, dass man als Fotograf durch die Wahl des Motivs und die Wahl des Bildausschnitts durchaus nette Bilder schießen kann!

Feuerzungen

Fortsetzung folgt :-)