Freitag, 29. Oktober 2010

Rund um Erding

Gerne weise ich auf die Ausstellung von Christine & Detlev Motz hin:



Wenn man kurzfristig das Angebot erhält, eine Fotoausstellung zu veranstalten, überlegt man es sich. Wenn die optimalen Räume der VHS Erding aber nur 5 Minuten mit dem Auto entfernt sind, sagt man zu.

Die Ausstellung ist bis zum 20.12.2010 zu sehen. Wenn eine Gruppe von Fotografen (ab 5 Personen) erst an einem anderen Tag kommen kann, kein Problem, kleine Führung wird von mir veranstaltet wenn ich zu diesem Zeitpunkt in Erding bin.

Zur Vernissage: Im Gegensatz zu den üblichen Veranstaltungen verzichte ich auf Musik und auch auf lange Ansprachen. Beides habe ich in meinem Leben oft und endlos gesehen. Sie erwarten nur zwei kurze Einführungen, danach können Sie sich den Bildern oder dem Bier oder Wein widmen. Auf einen Besuch würde sich meine Frau und ich freuen.

Mit freundlichen Grüssen

Detlev Motz

Dienstag, 19. Oktober 2010

Der große Fotokurs

Endlich ist es so weit! Es war mal wieder ein bißchen Arbeit, bis das zweite Buch fertig war. Jetzt ist es gedruckt und auf dem Weg in die Buchhandlungen:




Lohnt es sich, das zweite Buch zu kaufen, wenn man das erste schon hat?
Der Fotokurs ist klassischer aufgebaut als das Rezeptebuch. Es beginnt mit Kapiteln über die verschiedenen Kameratypen und ihre Unterschiede; Wissenswertes zu Objektiven und Zubehör - die wichtigsten Dinge, die man mal mal gelesen oder gehört haben sollte. Das hilft nicht nur beim Kauf von neuen Geräten, sondern auch um die Möglichkeiten und Grenzen der eigenen Ausrüstung besser einzuschätzen. Der Fotokurs ist in diesen Kapiteln ein bisschen technischer, aber trotzdem leicht verständlich.
Ein anderer wichtiger Unterschied: im Rezeptebuch ist nichts über Bildbearbeitung, der Fotokurs enthält einen großen Abschnitt über den Digitalen Workflow, nebst Anleitungen, wie man ein Porträt retuschiert, oder stürzende Linien gerade richtet (Photoshop Elements 8.0).
Natürlich gibt es wieder ausführliche Kapitel für die praktische Anwendung der Kameratechnik, dazu Übungsaufgaben: Wie fange ich bewegte Motive ein, worauf muss ich achten, wenn ich mit dem Blitz arbeite, was sind die häufigsten Fotopannen und wie kann man sie vermeiden. Wir haben wieder an vielen Stellen die Bildpaare (so/so nicht); alle Fotos sind mit den Aufnahmedaten versehen, und... zu jedem Motivbereich (Porträt, Landschaft, Makro...) gibt es eine Art "Checkliste": Worauf sollte man achten und wie stellt man die Kamera am besten für die jeweilige Situation ein. Am Ende des Buches ist auch eine Fehler-Checkliste zum Nachschlagen: woran könnte es liegen, wenn dieses oder jenes Problem auftritt.
Mir war beim Schreiben selber wichtig, dass die beiden Bücher nicht zu redundant werden, obwohl es natürlich immer Überschneidungen gibt. Aber bei einem Preis von 19,90 für 443 Seiten Buch - da macht man garantiert nichts verkehrt...
Zum Verlag mit Leseprobe (PDF)
oder gleich zu Amazon?

Montag, 18. Oktober 2010

Genial oder gefährlich?

Ich war tief erschüttert, als ich neulich aus einem Rundbrief erfuhr, dass man jetzt auch Nikon-Kaffeebecher kaufen könne, die einem Original-Nikon-Objektiv täuschend ähnlich sähen. Dinge, die die Welt nicht braucht, dachte ich. Und wurde flugs von einem Nikon-Kollegen aufgeklärt, dass es von Canon längst so ein Kaffeebecher-Modell gibt!

Und tatsächlich: Google beförderte mich auf die Seiten von Günther Dirks, der sich diesen Becher sofort besorgt und auch fotografiert hatte (herzlichen Dank für die Bilder!):


Ich muss zugeben: das hat mich nun doch beeindruckt.

Aber dann kamen diese dummen, rationalen Bedenken, die ich zu neutralisieren versuchte, indem ich mir einredete: Ja, ich wollte meinen Kaffee immer schon aus einem schlecht zu reinigenden Plastikbecher trinken, und meine zarten Lippen stören sich bestimmt nicht am kruschtelig geriffelten Becherrand. Bei den geringen Mengen verkonsumierten Milchkaffees dürfte es auch nur eine untergeordnete Rolle spielen, ob der Becher irgendwelche Weichmacher enthält, von denen ich die Krätze bekomme. Alles egal.

Die wichtigste Sorge, die ich habe, möchte ich aber an dieser Stelle mit allen fotografierenden Vätern und Müttern teilen:

Liebe Eltern! Wenn ihr euch den Kaffee aus einem so täuschend echten Objektivbecher gönnt, dann passt auf, dass eure Kleinen das nicht missverstehen. Sonst könnte es passieren, dass der kleine Kevin und die niedliche Chantal, irgendwann, in einem unbeobachteten Moment, euer Verhalten nachahmen. Ich versuche mir vorzustellen, was durch den Kopf eines Fotografen schießt, wenn sein Nachwuchs den Kaffee übers bzw. ins echte Objektiv schüttet.
Dieser Kaffee wird dann der vermutlich teuerste des FotografInnenlebens ;-)

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Fotoclub Ottobrunn-Neubiberg lädt ein


Der Fotoclub Ottobrunn-Neubiberg e. V. lädt alle Fotobegeisterten zur diesjährigen, bereits längst zur Tradition gewordenen Rückblende nach Ottobrunn ein.

Gezeigt werden von den einzelnen Mitgliedern gestaltete Bildwände sowie Kurzserien mit Beamerprojektion.
All diese Werke dürfen von den Besuchern in "geheimer Abstimmung" bewertet werden.

Samstag, 23.10.2010
Wolf-Ferrari-Haus, Ottobrunn

Fotokunst in der Rathausgalerie

Interessante Ausstellung für Freunde der Fotokunst:

Rathausgalerie, Marienplatz
»ORT«
Martin Fengel, Jörg Koopmann, Elmar Bambach, Julia Marquart und Birgit Vogel

Eröffnung: Freitag, 15.10.2010, 19:00
Ausstellungsdauer: 16.10.2010 - 26.11.2010

Die Fotografen Fengel und Koopmann haben sich mit den Machern eines jungen, aber schon legendären Fotomagazins aus Berlin zusammengefunden. Ein Magazin über Orte ist namengebend und themagebend für die umfangreiche Ausstellung, die Ortsbesichtigungen von über zwanzig Fotografen zulässt.

Dienstag bis Sonntag von 11:00 bis 19:00 Uhr, Eintritt frei
Zur „Langen Nacht der Münchner Museen” bis 2 Uhr geöffnet,
Eintritt mit Ticket zur „Langen Nacht”

Weitere Infos:
Rathausgalerie München

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Grunz!


Mit dieser Bild/Text-Kombination schlage ich ein neues Kapitel im Blog auf: Bilder und Geschichten. Es heißt ja immer: ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Aber machmal gibt es auch Bilder, zu denen sich eine Geschichte erzählen lässt. Und das hier ist so ein Fall.

Im September gastierte ein kleiner Wanderzirkus in Berg am Laim. Mitten in der Grünanlage, durch die ich morgens jogge, stand auf einmal ein riesengroßes buntes Zelt. Hurra, dachte ich, das passt. Da gehst du mal hin zum Fotografieren. Gedacht, getan.

Zwischen den beiden Vorstellungs-Blöcken gibt es Ponyreiten für Kinder und man darf die Tiere besichtigen. Pferde, Kamele, Lamas, Ziegen und... ein Hängebauchschwein. Einige davon dürfen sich auf dem Gelände frei bewegen. Das Schwein hatte es sich im Heu so richtig schön gemütlich gemacht und grinste mich zufrieden an. Ein nettes Fotomotiv, aber nichts Besonderes. Endgültige Parkposition: Festplatte. Doch dann entdeckte ich beim Durchblättern der Berg am Laimer Wochenzeitung ("Kaas-Bladdl") einen kleinen Artikel über ein "Orientierungsloses Hängebauchschwein". Sofort war klar: ich kenne diese Sau!

Wer sich einer Festnahme durch Flucht entzieht und dann auch noch mit einem dienstlichen Abschleppseil abgeführt wird, hat es verdient, im Blog verewigt zu werden!


Die am häufigsten gestellte Frage

Sind die echt??
























Ja, die sind echt.

Ich nenne das: RGB-Modus für Fotografinnen ;-)
Gelegentlich gibt es sie im s/w-Modus oder in Sepia.
Haltbarkeit: wenn's gut geht zwei Wochen.

Nachtrag 2017: Haltbarkeit erhöht auf drei bis vier Wochen.
Muss an den besseren Läckern liegen :-)

Freitag, 1. Oktober 2010

Wie war die photokina???


Anstrengend!

Nach 2006 und 2008 war das meine dritte photokina. Es war eigentlich wie immer, rein formal betrachtet: viele Stände, viele Neuheiten und insgesamt viel zu viel, um sich einen "Überblick" verschaffen zu können. Informationsüberflutung pur. Wenn man nach etwas Bestimmtem sucht, dann ist es genial, dort zu sein. Man kann vor Ort die Sachen in die Hand nehmen, die Produkte unterschiedlicher Hersteller vergleichen und das eine oder andere auch ausprobieren.

Erfreulich sind die vielen schicken neuen Fototaschen, die allmählich in den Handel kommen - schade, dass ich keine mitnehmen durfte. Aber ich hab ja gerade erst eine neue gekauft.

Apropos Taschen: Manche Leute scheinen vor allem wegen der großen Tüten zu kommen, die es von den Kameraherstellern gibt. Die netteste Szene, die ich dabei beobachten durfte: Ein junger Mann schnappte sich am Nikon-Stand eine Tüte, füllte alles um, was er in der Canon-Tüte hatte, und entsorgte selbige eilig und verschämt hinter einer großen Grünpflanze. [schmunzel]
Liebe Canons, es ist aber auch blöd, dass eure Tüten so dünn und windig sind, und nix aushalten. Die von Pentax waren am schönsten, schick in schwarz/rot. Die meisten Besucher haben dann aber doch die Nikon-Tüten genommen, aber das lag wohl eher daran, dass der Nikon-Stand einer der ersten war, den man "durchlief".

Aufgefallen ist mir in diesem Jahr, wie viele junge Leute (unter 20) dort unterwegs waren. Und nicht wenige der Jungen hatten bereits richtig teure Ausrüstungen dabei. Da scheint sich was zu bewegen...

Wenn es einen massiven Kritikpunkt an der Kölnmesse gibt, dann sind es die Getränkepreise. Ich verstehe, dass man auf einer Messe keine Discounterpreise bekommt, aber 3,30 für eine winzige Flasche Mineralwasser sind unverschämt.
Ob man immer wieder die gleichen Flugschauen mit Adlern und Falken machen muss, weiß ich auch nicht so recht. Es ist ungefähr genauso langweilig, wie die barbusigen Mädels, die den ganzen Tag lächelnd vor einer Farb-Testtafel posieren müssen. Leute geht's noch? Die Kerle sollen ihren Weißabgleich richtig machen...
Also: Ein bißchen mehr Kreativität im Rahmenprogramm könnte an manchen Stellen nicht schaden.

Was mir immer wieder gut gefällt, sind die Ausstellungen in Halle 1. So viele Fotos, so viele Stile und interessante Projekte auf engstem Raum: Die Bandbreite ist gigantisch. Wirklich sehenswert und inspirierend.

Wenn es mir zeitlich "rausgeht", höre bzw. schaue ich mir gerne Vorträge zu bestimmten Themen an. Computer Generated Imaging und 3D-Fotografie haben mich dieses Jahr beeindruckt, aber auch Klassiker wie Studiofotografie (Guido Karp & Co.) nehme ich immer wieder gerne mit. Oder ich ruhe mich etwas aus, wenn Fotografen, von ihrer Arbeit berichten und von den Objektiven und Kameras der Marke xyz schwärmen. Zwischen den Lobhudeleien fallen auch immer wieder interessante Sätze.

Die photokina ist natürlich auch: Leute treffen, mit denen man sonst nur per E-Mail oder Telefon in Kontakt steht. Die Standparty des Galileo-Verlags war eine solche Gelegenheit. War schön, nette Leute kennen gelernt - VerlagsmitarbeiterInnen und auch andere Autoren.

Fazit: ich komme wieder. Dann vielleicht auch mal für zwei oder drei Tage, damit ich an Workshops teilnehmen und noch ein paar mehr Fotos von Köln schießen kann...